#prayforberlin

Die Welt läuft seit gestern Abend anders rum. Der kleine Prinz schlief seelenruhig in seinem Bett, Dan war beim Sport und ich nutzte die Gelegenheit, die besorgten Geschenke zu verpacken. Ich hatte es mir gemütlich gemacht, die Kerzen auf dem Adventskranz brannten, ich hatte meine Lieblings-Zuhause-Hose an und das Radio war an. Das Weihnachtslied was grade gespielt wurde, wurde unterbrochen mit der Eilmeldung das ein LKW in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gerast ist. Äh tschuldigung bitte was?

Ich habe alles fallen gelassen und machte den Fernseher an. N-TV hatte eine Sondersendung laufen genauso wie RTL und alle anderen Fernsehsender. Tatsächlich – da stand ein schwarzer LKW mitten auf einem Weihnachtsmarkt. Rettungswagen, Feuerwehrmänner und Polizisten, verletzte Menschen, kaputte Verkaufshütten haben das Bild verdeutlicht. Der Fernseher fesselte mich vor sich. Meine Fassungslosigkeit und Verständnislosigkeit überrollten mich – emotional! Ich dachte an unsere Freunde in Berlin, informierte Dan was passiert ist…

Ich ließ den Fernseher an, packte das letzte Geschenk ein und räumte auf. Wie paradox! In 4 Tagen ist Weihnachten, jeder freut sich auf diese wundervolle Zeit und dann passiert so eine schlimme Tragödie – hier in unserem Land. Ich hoffte für alle Menschen die dort waren, das sie heile da raus gekommen sind… 12 Menschen – die es nicht geschafft haben, die mit dem Leben bezahlen mussten, weil irgendwas auf der Welt verkehrt läuft! 

Heute morgen als Leon wach wurde, erzählte ich ihm was passiert war. Vor der Schule wurde der Fernseher angemacht – besondere Situation! Er saß da, dieser kleine Mensch, dem wir eine harmonische und liebevolle Welt ermöglichen wollen und sog die schrecklichen Informationen auf. Es erinnerte mich an 9/11, als ich damals von der Schule heim kam und mit der Situation konfrontiert wurde. Man versteht die Welt nicht mehr. Man hat das Gefühl das die Welt sich anders bewegt.

Wir leben alle zusammen, nach bestimmten Regeln und doch jeder individuell für sich. Die Menschen in Europa, sei es in Frankreich, in Brüssel, in der Schweiz oder eben auch wir in Deutschland, wollen doch alle nur ein Miteinander statt ein gegeneinander. Jeder möchte das sein Kind in Ruhe und Frieden mit Liebe, Toleranz und Respekt aufwachsen soll. Doch wie soll das gehen, wenn es immer mehr ein Wunschdenken wird? Anscheinend sieht die Realität so aus das man wirklich überlegen muss wie man sich und seine liebsten schützen muss. Angst sollte nicht unser Alltagsbegleiter sein!

In Gedanken sind wir bei den Opfern und deren Familien in Berlin, bei den erschöpften Helfern die seit gestern Abend im Einsatz sind/waren. Passt auf euch auf und lasst uns auf eine bessere Welt hoffen!

In diesem Sinne 

Eure Tanja 

P.S. Ich möchte keine politische Diskussion anfangen oder mich politisch auf irgendeine Seite stellen! Ich bin Mutter und möchte mein Kind und meine Familie in Sicherheit wissen! Mehr nicht! 

#prayforberlin 

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