Unser unerfüllter Kinderwunsch

Moin Ihr Lieben!

Vor genau 2 Jahren haben Dan und ich beschlossen, unsere Familie wachsen zu lassen. Damals waren wir beide sehr aufgeregt und voller Euphorie. Ich weiß noch wie ich wirklich ungeduldig auf das Zyklusende wartete und ziemlich enttäuscht war, wenn ich nicht das gewünschte Ergebnis bekommen habe. Nach dem 4. Übungszyklus hielt ich endlich einen positiven Test in der Hand. Doch diese Schwangerschaft sollte nicht lange andauern und das Glück stand nicht auf unserer Seite. Hier könnt Ihr die ganze Geschichte über unsere Fehlgeburt lesen.

Auch kurz nach der OP waren wir noch relativ euphorisch und dachten das es bald wieder klappen wird. Schließlich sagten alle in unserem Umfeld das es nach einer Fehlgeburt ganz schnell gehen würde, denn der Körper sei auf eine Schwangerschaft eingestellt. Zwei Monate nach der Fehlgeburt schrieb ich unsere Gedanken auf, welche den Kinderwunsch anging. Bitte hier entlang.

Inzwischen sind 2 Jahre vergangen seitdem ich die Pille nicht mehr nehme. 1 1/2 Jahre nach der Fehlgeburt und wir stehen immer noch am Anfang. Es gab in der Zeit Höhen und Tiefen. Emotionale Ausbrüche. Ganz große Zweifel und tiefste Traurigkeit. Viele Gepräche. Einige Untersuchungen und trotzdem ist nichts wieder passiert. Warum nicht?

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Ich habe versucht das Thema aus meinem Kopf zu bekommen – hat nicht geklappt. Ich bin losgezogen, ging feiern, habe wieder das eine oder andere Bier getrunken. Habe mich in meine Dienste in der Klinik gestürzt, habe mich für XLETIX angemeldet und wollte den Lauf unbedingt laufen. Ablenkung hatte ich genug. Ich wurde in Leons Schule zur 1. Vorsitzenden des Schulelterrats gewählt und hatte somit eine neue Aufgabe. Doch auch das hat uns nicht weiter geholfen.

Das einzige was ich in der ganzen Zeit bekommen habe und das von Monat zu Monat schlimmer wurde, war das PMS (Prämenstruelles-Syndrom). Das volle Programm eine Woche bevor ich meine Tage bekam. Morgenübelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten, extreme Müdigkeit und starke Stimmungsschwankungen. Das sollte und vorallem musste sich ändern, denn es ging mir nicht gut damit. Mein Umfeld hat auch jedes Mal in der Zeit sehr leiden müssen – Sorry aber für Hormone kann man bekanntlich nichts =)

Ich sprach mit meiner Gynäkologin und sie empfahl mir Mönchspfeffer. Dank meiner langen Googlerecherchen wusste ich, dass viele Frauen, die das genommen haben schwanger wurden. ABER (jede Sache hat ein Aber) man kann auch starke Nebenwirkungen davon bekommen. Ich holte es mir aus der Apotheke und war sehr skeptisch. Also stand diese kleine Flasche mit den Tabletten erstmal bei den anderen Medikamenten rum, ohne dass ich sie angefasst habe.

Wie ich ja in dem Beitrag über unsere Gedanken zum Kinderwunsch geschrieben habe, hatte ich alles weggeschmissen. Keine Folsäure, keine Ovulationstest, keine App und auch keine Tests, nichts mehr was irgendwie helfen könnte. Wir wollten ja auch Abstand zu diesem Thema haben. Unsere Gedanken sammeln und es auf uns zu kommen lassen.

Als wir im Herbst nach Dresden fuhren, hatte ich auf einmal das Gefühl ich muss das jetzt ändern. Ich ging in die Apotheke und holte mir die große Packung Femibion. Dan schaute mich an und fragte ob ich sicher sei. Ich antwortete ihm lediglich mit einem Ja.

Ich fing an die Tabletten relativ unregelmäßig zu nehmen. Als wir wieder Zuhause waren, haben Dan und ich geredet, mit dem Resultat das es ja nicht schaden kann Folsäure zu nehmen. Ich nahm zusätzlich auch den Mönchspfeffer und wartete eigentlich eher auf die Nebenwirkung. Fehlanzeige! Keine Nebenwirkungen, dafür ging das PMS zurück. An meinem Geburtstag bekam ich von meiner Freundin Dési eine ganz tolle Überrasschung. Ein ganzes Päckchen voller Folsäure und Femibion. Somit konnte ich ja nicht anders, als es weiter zu nehmen, wenn ich schon so liebevoll unterstützt werde. Somit gehören Folsäure und Mönchspfeffer seit knapp 3 Monaten zu meinem Frühstück dazu. Inzwischen hat Dan sich auch wieder die App runtergeladen und wir benutzen die Ovulationstest von Clearblue.

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Aber nicht nur das haben wir angefangen. Dan war zum Spermiogramm und hat sich durchchecken lassen. Ich habe regelmäßig beim Gyn Ultraschall machen lassen (und ja, das musste ich jedes Mal selber zahlen!), habe meine Schilddrüse überprüfen lassen und es ist alles in Ordnung. Somit standen Dan und ich vor der Frage: Wenn bei uns beiden alles in Ordnung ist, sich aber dennoch nach 1 1/2 Jahren nichts tut, woran liegt es?

Klar könnte man jetzt sagen, das wir zu viel Stress haben und uns zu viel Stress machen. Aber mal im Ernst, den Stress den ich jetzt habe den hatte ich vor 2 Jahren auch. Wenn es nicht sogar damals mehr war, weil Dan zu dem Zeitpunkt in Rostock war und nicht unbedingt an den Tagen, wo es wichtig gewesen wäre Daheim war. Also woran liegt es? Wir wissen es nicht, doch genau das wollen wir jetzt rausfinden. Aus diesem Grund haben wir in knapp einer Woche einen Termin in der Kinderwunschklinik. Wenn jemand dahinter kommen kann woran es liegt, dann die Spezialisten. Ich freue mich auf diesen Termin. Es fühlt sich so an als würden wir einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Ich sollte vielleicht hier betonen, dass wir lediglich nur zur reinen Diagnostik gehen. Künstliche Schritte sind für uns noch gaaaaaaaanz weit entfernt.

Es war schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, als ich die Überweisung in der Hand hielt und darauf Fertilitätsstörung stand. Ich wusste, dass das da drauf stehen musste, jedoch war das ein Diagnoseverdacht, an den ich nie gedachte habe. Immerhin bin ich nicht einmal 30 und war 2x schwanger, warum also sollte ich eine Fruchtbarkeitsstörung haben? Ich glaube, wenn die Ärzte in dem Zentrum uns sagen, das alles in Ordnung ist und wir einfach Geduld haben müssen, kann man damit besser umgehen und es in die Tat umsetzen, als würde man im Hinterkopf den Gedanken haben, es könnte ja doch eine Ursache geben.

Natürlich werde ich berichten was bei dem Termin rausgekommen ist und wie unser Weg zu unserem gemeinsamen Wunder weiter geht. Dan und ich freuen uns diesen Weg gemeinsam zu gehen. Ich kann auch gar nicht sagen, wie unsere Hoffnungen sind. Hoffen wir, dass sie was finden? Hoffen wir, dass sie nichts finden? Und wenn sie etwas finden, wie sieht es dann weiter aus? Therapie ja oder nein? Künstliche Befruchtung? Ist das wikrlich eine Option für uns? Darüber machen wir uns momentan eher noch nicht so Gedanken, sondern warten einfach auf den Termin und lassen es auf uns zu kommen.

So sieht unser Stand hinsichtlich Kinderwunsch aus. Ich werde Euch somit in nächster Zeit vermutlich immer mal wieder etwas darüber erzählen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir von Eurem Weg zum Wunschkind erzählt.

In diesem Sinne,

Eure Tanja

2 Gedanken zu “Unser unerfüllter Kinderwunsch

  1. C. M. Spinner schreibt:

    Ich wünsche euch alles, alles Gute!
    Egal, wie es bei euch weitergeht.
    Ich kenne diese Geschichte – und wenn man so will – ging sie bei uns nicht gut aus.
    Trotz vieler Schwangerschaften haben wir nie ein Kind bekommen.
    Aber heute können wir dennoch ein gutes Leben führen, auch wenn es ganz anders ist, als wir uns das ursprünglich vorgestellt haben.
    Haltet zusammen und bleibt offen für das Leben! Alle lieben Wünsche euch!

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